Akita-Inu
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1. Kurzbeschreibung
Der Akita-Inu (jap.: ???) ist ein japanischer Spitz. Sein bekanntester Vertreter ist wohl der Hund Hachiko.
• Großer, gut proportionierter Hund von kräftigem Körperbau, robuste Konstitution
• Verhältnis Widerristhöhe zu Körperlänge: 10:11
• Kräftige Statur, muskulös
• ruhig, treu, aufnahmefähig
• breite Stirn mit Stirnfurche
• Ohren: dreieckig, klein dick, aufrecht, nach vorne geneigt
• Rute: fest eingerollt auf dem Rücken getragen
• Haarkleid: hart, gerade, Unterwolle weich und dicht
• Farbe: rot-falbfarben, sesam (rot-falbfarbene Haare mit schwarzen Spitzen), gestomt, weiß
2. Herkunft und Geschichtliches
Über die Abstammung der japanischen Rasse Akita gibt es sehr viele Studien und Untersuchungen und noch mehr Meinungen. Der Name stammt von der heutigen Präfektur Akita (Umgebung der Stadt Odate). Die Zusätze Inu und Ken bedeuten einfach Hund. Dr. Uchida ist der Meinung, dass diese Hunde bereits in vorhistorischen Zeiten in Japan zu finden waren. Dr. Watase sieht den Ursprung der Rasse in hochnordischen Hunden, die mit Menschen auf die japanischen Inseln einwanderten.
Die genaue Entwicklungsgeschichte der Rasse lässt sich jedoch nicht eindeutig nachvollziehen. Fest steht nur, diese Hunde sind ein Teil der japanischen Geschichte und Kultur. Japaner verstanden diese Tatsache schon anfangs des 20. Jahrhunderts, und im Rahmen der Bemühungen um den Erhalt dieser Rasse erklärten sie im Juli 1931 den Akita zum Naturdenkmal Japans als erste von sieben typisch japanischen Hunderassen!
3. Wesen
Ein Akita strahlt Würde und Stolz aus. Wie er erscheint, so ist er auch bei aller Liebe zu seinen Menschen wirkt er unabhängig, selbstständig, mit eigenem Kopf, ohne jegliche Unterwürfigkeit. Er bellt sehr selten. Er ist im Hause meist ruhig und unauffällig. Jeder Befehl wird zunächst analysiert und erst danach ausgeführt; dem Hund ist aber immer anzumerken, was er über den Sinn des Befehls denkt. Das ständige Apportieren eines Stöckchens ist nicht sein Ding. Dafür gibt es sicherlich besser geeignete Rassen. Versucht er das mit Härte zu ändern, hat der Mensch verloren: Der Akita schaltet auf stur. Er ist ein wunderbarer, zuverlässiger Begleiter des Menschen, wird aber niemals zum Sklaven. Fremden gegenüber verhält er sich sehr freundlich bis gleichgültig. Menschen werden oft mit freundlichem Knabbern an Händen oder Jacken begrüßt, Freunde durchaus mit Freudengeheul ähnlich dem eines Wolfes. Gefällt ein Mensch dem Akita nicht, wird der Zweibeiner einfach übersehen.
Der Akita ist ein dominanter Hund, für den sein Platz im Rudel sehr wichtig ist. Auch draußen im Umgang mit Hunden des gleichen Geschlechts ist er nicht ganz einfach. Deshalb muss ein Akita vom ersten Tag an mit Geduld und Konsequenz erzogen werden. Draußen mit anderen Hunden ginge er keiner Streiterei aus dem Wege, wenn er könnte und dürfte. Jeder Akita- Besitzer muss seinem Hund eindeutige Grenzen setzen, allerdings nicht auf brachiale Art, sondern mit Ausdauer, Gelassenheit, Engelsgeduld, Einfühlungsvermögen und auch Fantasie. Theoretisches Wissen um Hundeerziehung und deren praktische Umsetzung sind ein Muss für jeden Akita-Halter. Zeit und Freude sind gefragt, weil der Akita gerade in den ersten Lebensjahren kein Hund für nebenbei ist. Dafür bleibt er treu und grenzenlos anhänglich.
Akitas sind begeisterte Jäger, diese Eigenschaft macht vielen Besitzern zu schaffen. Die Rasse ist intelligent und lernbegierig, deswegen kann man sich mit einem Akita auch in dieser Beziehung arrangieren.
Durch die Mischung aus Sturheit und Intelligenz darf man einen Akita keinesfalls unterschätzen; er ist jederzeit für eine Überraschung gut, er lässt keine Langeweile aufkommen.
Quelle: Sonderband Wikipedia 2005/2006
