Bichon Frisé

Bichon Frisé

Bichon Frisé
 
FCI - Standard Nr.215
Patronat Belgien, Frankreich
Klassifikation FCI
  • Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde,
  • Sektion 1: Bichons und verwandte Rassen
Rassenamen Bichon à poil frisé (Gelockter Bichon)
Weitere Namen Bichon Frisé, Ténéfiffe, Gelockter Bichon
Größe max. 30cm
 

 

 

1. Geschichte

Der Bichon Frisé stammt vermutlich von den Kanarischen Inseln, von wo er von Italienern im 14. Jahrhundert auf das europäische Festland gebracht wurde.

Er soll um 1900 in Teneriffa gezüchtet worden sein. Die Stammmutter aller Bichon frisé wurde Teyde genannt, nach dem Pico del Teide, dem höchsten Berg der Kanaren, wo sie gezüchtet wurde.

Seine Urahnen waren schon im Altertum in Ägypten bekannt.

In den 1930er Jahren erlebte die Rasse in Frankreich einen erneuten Aufschwung. 1933 kam er zu seinem heutigem Namen, der so viel bedeutet wie gekräuselter Schoßhund. Nach Deutschland kam er erst 1955 und ein Jahr später kam der erste Wurf in Bremen zur Welt.

2. Charakter

Der Bichon Frisé ist ein lustiger, unabhängiger und temperamentvoller bis 30 cm großer Hund. Er ist fähig, schnell etwas zu erlernen und ist daher leicht erziehbar. Auch ältere Tiere können noch lernen, weil Bichons sehr intelligent sind. Sie sind außerdem sehr lebhaft, schmusebedürftig und außerordentlich kinderlieb.

Zu seinen Stärken gehören Geduld, Mut und Wachsamkeit. Wenn er etwas hört, das ihn beunruhigt, dann schlägt er sofort Alarm. Allerdings sollte man ihn nicht als Schutzhund ansehen.

Bei Spaziergängen ist er sehr ausdauernd, kann aber auch mal auf einen Spaziergang verzichten. Der Bichon Frisé ist ruhig und brav und verhält sich Besuchern und anderen Hunden gegenüber freundlich.

3. Steckbrief

• Fell/Haar: dünn, seidig, mit Korkenzieherlocken, sehr locker und kann maximal 10 cm lang werden (dem Fell der Mongolenziege ähnlich). Die Farbe der Haare ist reines Weiß.
• Pigmentierung: dunkle Pigmentierung unter dem weißen Haar (die Geschlechtsteile sind schwarz, braun oder gelbgrau)
• Kopf: der Kopf steht zur Harmonie des Körpers. Gedachte Linien von den äußeren Lidecken der Augen ergeben zur Nasenspitze ein gleichschenkliges Dreieck. Der Schädel ist länger als der Fang.
• Schädel: der Schädel ist recht flach, obwohl er durch die Haare rund erscheint.
• Gebiss: normales Gebiss, die Schneidezähne des Unterkiefers stehen gegen und hinter der Spitze der Zähne des Oberkiefers
• Augen: die Augen sind dunkel, rund und nicht zu groß und die Augenhöhle ist nicht vorspringend.
• Nase: der Nasenspiegel ist abgerundet, gut schwarz, groß, feinkörnig und glänzend.
• Ohren: Hängeohren mit langem und fein gekräuseltem Haar, die eng und fein dicht am Kopf hängen.
• Hals: der Hals ist recht lang, rund und nahe am Schädel dünn. Seine Länge entspricht etwa einem Drittel der Körperlänge.
• Körper: der Körper ist gut entwickelt, er hat eine tiefe Brust, die Lenden sind leicht gewölbt und muskulös und er hat ein breites Becken.
• Läufe: Die Vorderläufe sind gerade und stehen senkrecht (von vorne betrachtet). Die Schenkel sind breit und wohlgerundet.
• Rute: Die Rute ist tief angesetzt und in der Regel über den Rücken gebogen, jedoch nicht eingerollt.
 Verwendung: Begleithund
• Allgemeines Erscheinungsbild: fröhlicher, lebhafter, munterer und kleiner Hund mit ausdrucksstarkem Blick

Es gibt vier Spielarten von Bichons lt. Nomenklatur des FCI:

• Malteser
• Havaneser
• Bichon Frisé oder Ténériffe
• Bologneser

Außerdem gibt es noch zwei verwandte Rassen:

• Coton de Tuléar
• Löwchen (Petit chien lion)

Mit größter Sicherheit stammen vom Bichon Frisé außerdem noch zwei in Russland heimische Rassen ab:

• Bolonka Franzuska
• Bolonka Zwetna


 
Quelle: Sonderband
Wikipedia 2005/2006 

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