Bullterrier
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1. Herkunft und Geschichtliches
Der Bullterrier ist eine Kreuzung zwischen der Bulldogge und anderen Terrierarten, wie z.B. den inzwischen ausgestorbenen White English Terrier; sogar ein Schuss Dalmatinerblut soll mitgemischt haben, sowie andere Rassen vom Mastiff angefangen bis zum Manchester Terrier. Genaues wird man wohl kaum erfahren können, da es aus dieser Zeit keine Zuchtbücher oder andere schriftliche Aufzeichnungen gibt. Der Hundezüchter James Hinks wollte mit dem Bullterrier einen überlegenen Gegner zur Bulldogge schaffen, die die damals in Großbritannien üblichen Hundekämpfe beherrschte. Knapp 20 Jahre später wurden Hundekämpfe jedoch verboten. Der Bullterrier wurde von Anfang an in unterschiedlichen Größen gezüchtet, die Größe die heute als Mini Bullterrier bezeichnet wird war Ende des 19. Jahrhundert weitaus häufiger als der große Schlag. Beide Größen sind tatsächlich menschenfreundlich und verschmust. Der Bullterrier erlangte im letzten Jahrhundert zuweilen Berühmtheit: In der Kinder-TV-Serie "Die kleinen Strolche" spielt er mit; Serge Gainsbourg und Jane Birkin ließen sich mit ihrem Bullterrier oft fotografieren, er spielt in einer Fernsehserie namens "Baxter" mit und wurde immer wieder gemalt bzw. seine köstliche Kopfform in Designobjekten genutzt. Last but not least: Auch im englischen Königshaus verkehrt er, geliebt von Prinzessin Anne. Ihr als aggressiv bekannter Bullterrier Dotty erlangte einige Berühmtheit, als er Weihnachten 2003 einen der Corgies der Queen totbiss.
1.1. Der Hinweis auf die Kinder-TV-Serie "Die kleinen Strolche" mag etwas irreführend sein.
Bei dem mit dieser Kinderserie assoziiertem Hund handelt es sich um einen American PitBullterrier bzw. um einen seiner früheren Formen.
2. Rasseproblematik: "Kampfhund"
Oft wird der große Schlag bei den sogenannten Kampfhunden oder "Listenhunden" eingeordnet. Im Rassestandard des Bullterrier wird jedoch deutlich eine Menschenfreundlichkeit gefordert, so heißt es: "Of an even temperament and amenable to discipline. Although obstinate is particularly good with people" (Von ausgeglichenem Wesen und zugänglich für Disziplin. Wenn auch etwas stur, so doch insbesondere gut zu Menschen) Gewissenhafte Züchter schließen Tiere, die dieser Forderung nicht nachkommen, nicht wesensfest oder gar aggressiv sind von der Zucht aus. Der Miniatur Bullterrier war nie von solchen Vorurteilen betroffen. Das führt dazu, daß der Bullterrier in Deutschland in vielen Listen als gefährlich geführt wird, der Mini Bullterrier aber, auf Grund seiner Größe, < 40 cm und seines Gewichts, < 20 kg nicht mal als eingeschränkt gefährlich eingeschätzt wird. Miniatur Bullterrier haben 35,5 cm Größenbeschränkung, kein Gewichtslimit, aber deutlich unter 20 Kg.
Heute hat sich das Exterieur der Bullterrier wesentlich verändert. Typisch ist der von der Seite betrachtete eiförmige Kopf mit einer konvexen, so genannten "römischen" Nase. Für Bullterrier gibt es im Rassestandard keine Größen- oder Gewichtsbeschränkungen, wie es bei anderen Hunderassen üblich ist. Forderung ist ein "ausgewogener Körperbau mit einem Maximum an Substanz". (Was nicht zu verwechseln ist mit einem "Maximum an Gewicht")
Ursprünglich wurden Bullterrier als reinweiße Begleithunde gezüchtet. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden durch Einkreuzung von Staffordshire Bullterriern farbige Tiere. Farbige Bullterrier wurden 1933 vom englischen Kennel Club anerkannt, obwohl sich viele Vereine und Züchter dagegen wehrten. Der Bullterrier ist auch bekannt als "Clown unter den Hunderassen". In vielen Rassebeschreibungen nennt man einen weißen Bullterrier auch den "weißen Kavalier".
3. Kurzbeschreibung
Kräftig gebaut, muskulös, harmonisch, mit durchdringendem, entschlossenem und intelligentem Ausdruck. Ein einzigartiges Merkmal ist sein « downface » (divergierende Kopflinien) und der eiförmige Kopf.
• Ohren: klein, dünn und nahe zueinander angesetzt, steif aufgerichtet
• Haar: kurz, glatt und ebenmässig
• Farbe: reinweiß, bei farbigen Hunden muss die jeweilige Farbe vorherrschend sein, gestromt
Quelle: Sonderband Wikipedia 2005/2006
