Burma-Katze
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Die Burma-Katze oder Burmese ist eine kurzhaarige Rasse der Hauskatze. Sie ist eine der am längsten in Europa gehaltenen orientalischen Katzenrassen und stammt aus Birma (englisch Burma), dem heutigen Myanmar. Dort halten die Mönche sie als eine von 16 Tempelkatzenrassen unter ihrem ursprünglichen Namen Thong Daeng (deutsch: Kupferkatze, gelehrige Schönheit). Sie gilt ihnen als Glückskatze. Die Burma-Katze ist nicht zu verwechseln mit der Birma- Katze, die eine eigene Rasse darstellt.
1. Aussehen
Die Burma-Katze hat einen mittelgroßen, muskulösen und kräftigen Körper, der schwerer ist, als er äußerlich wirkt. Der Brustkorb ist kräftig und im Profil etwas gerundet, und der Rücken verläuft von den Schultern bis zum Schwanzansatz gerade. Der Schwanz der Burmesen zeigt sich mittellang und im Ansatz mäßig dick und endet mit einer rundlichen Spitze. Die Burma-Katze hat lange, zartgliedrige Beine mit zierlichen und ovalen Pfoten. Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine.
Die Burma-Katze hat einen keilförmigen Kopf mit einer breiten, leicht gerundeten Stirn. Sie hat ein kräftiges Kinn, und der Kiefer ist an den Gelenken breit. Die breiten und mittelgroßen Ohren sind weit gesetzt und im Profil leicht nach vorn geneigt. Die Spitzen sind leicht gerundet. Die Burma-Katze hat eine gerade Nase, die aber im Ansatz eine deutliche Einbuchtung hat. Das obere Lid der großen Augen ist orientalisch gekrümmt, das untere Lid ist gerundet. Die Burmese hat leuchtende goldgelb- bis bernsteinfarbene Augen.
Die Burma-Katze besitzt sehr dünne Unterwolle, wodurch ihr satinglänzendes Fell eng am Körper anliegt. Das Fell ist dicht, kurz, fein und sollte keine Musterung aufweisen, jedoch haben die jungen Kätzchen helleres Fell und eine leichte Tabbymusterung. An der Unterseite ist der Ton etwas heller als auf dem Rücken und an den Beinen. Die Ohren und die Gesichtsmaske sind etwas dunkler.
2. Farbpalette
Die Burmesen gibt es in 10 verschiedenen Farben.
• Seal warmes Dunkelbraun; die Nase und Ballen sind sehr dunkel
• Blau Blaugrau mit einem hellen Zinnschimmer; Nase und Ballen sind blaugrau
• Chocolate schokoladenfarben; die Farben der Ballen reichen von zimt- bis schokoladenbraun
• Lilac Taubengrau mit leichtem rosanen Schimmer; Nase und Ballen sind lavendelrosa
• Rot warmes orange oder mandarin; Nase und Ballen sind rosafarben
• Creme helle pudrige Aprikose-Farben; Nase und Ballen sind rosafarben
• Blau tortie Blaugrau mit Flecken in apriko; Nase und Ballen sind rosa/blaugrau/rosa oder rosa mit blaugrauen Flecken
• Chocolate tortie Schokoladenfarben mit aprikosenfarbigen Flecken (auch Beine und Schwanz); Nase und Ballen sind schokoladenfarbig/rosa/schokoladenfarbig mit rosa Flecken
• Lilac tortie Taubengrau mit aprikosenfarbigen Flecken (auch Beine und Schwanz); Nase und Ballen sind lavendelrosa/hellrosa/lavendelrosa mit hellrosa Flecken
• Seal tortie Rot aller Schattierungen mit schwarzen Flecken; Nase und Balle sind schwarz/rosa/schwarz mit rosa Flecken
3. Charakter
Die Burma-Katze ist intelligent, neugierig und temperamentvoll. Sie ist sehr verspielt und menschenanhänglich und ist daher eine perfekte Katze für Kinder, zumal sie darüber hinaus auch weniger sensibel und lautstark als die Siamkatze ist. Burmesen sind zutraulich und sollten nicht allein gelassen werden, wer also viel arbeitet und selten zu Hause ist, sollte die Anschaffung einer zweiten Katze in Erwägung ziehen.
4. Zuchtgeschichte
Eine einzige Burma-Katze soll 1930 von einem Mann namens Joseph Thomson aus Indien nach Kalifornien transportiert worden sein. Sie gilt als Mutter aller Burmesen, die Wong Mau, und sah aus wie eine Siamkatze in dreckig-braunen Tönen. Dort wurde sie mit einem Siamkater verpaart und als man die Mischlingsnachkommen weiterzüchtete, entstand die dunkel gefärbte Burmakatze. 1936 wurde die Rasse in der Cat Fanciers Association anerkannt. Zur heutigen Zeit wird die Burmakatze vorwiegend in Australien und Neuseeland gezüchtet.
Quelle: Sonderband Wikipedia 2005/2006
