Deutscher Schäferhund
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1. Wesen
Der Deutsche Schäferhund (engl.: german shepherd) ist vom Wesen her ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, treu, anhänglich, klug, wachsam und zählt zu den intelligentesten Hunderassen. Gehör- und Geruchssinn sind hervorragend. Daher ist er nicht nur für seinen ursprünglichen Verwendungszweck, das Hüten einer Schafherde, geeignet, sondern ebenso als Schutzhund wie als Polizei- und Fährtenhund, als Blindenführhund und als Rettungshund.
2. Steckbrief
• Größe: bis 65 cm
• Gewicht bis 35 kg
• Farbe: schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen, vollständig grau oder komplett schwarz
• Fell: Stockhaar mit Unterwolle
Deutsche Schäferhunde sind zwar Sportlertypen, sie lieben aber auch lange Spaziergänge und brauchen viel Bewegungsfreiheit und Familienanschluss. Sie bevorzugen kühlere Temperaturen. Als Krankheiten treten vereinzelt Allergien (Immunschwäche) sowie bei falscher Züchtung wie bei fast allen größeren Hunderassen Gelenkprobleme (Hüftgelenks-, Ellbogendysplasie) auf.
Beim Kauf wird empfohlen, sich an einen Züchter zu wenden, der Mitglied im SV (Verein für Deutsche Schäferhunde) ist. Dessen Zuchttiere müssen HD-geröntgt sein.
Inzwischen gilt bei den diensthundehaltenden Behörden wie Zoll, Bundespolizei, Landespolizeibehörden und der Bundeswehr der Belgische Schäferhund als deutlich robuster und triebstärker aber auch sensibler.
Der Deutsche Schäferhund gilt als der "Allrounder" unter den Hunderassen.
3. Geschichtliches
Rittmeister Max von Stephanitz und sein Freund Artur Mayer suchten gemeinsam einen Arbeitshund, welchen sie auf einer Ausstellung entdeckten. Sie wollten einen kräftigen, leistungsfähigen, deutschen Schäferhund züchten. Horand von Grafrath war der Stammvater dieser Zucht.
Das Bild zeigt Horand, den ersten von Stephanitz 1895 ins Zuchtbuch eingetragenen Schäferhund. Er ähnelt nur noch entfernt der heutigen "Schaulinie" Deutscher Schäferhund. Er war leichter und weniger massig.
4. Entwicklung der Rasse
Der ursprüngliche DSH glich in Aussehen und Gewicht mehr dem heutigen Belgischen Schäferhund. Der DSH von heute ist größer und massiger. Auffällig ist der abfallende Rücken, der rein aus einem zweifelhaften Schönheitsideal angezüchtet wurde. Zum Glück zeigen sich Tendenzen diesen Weg wieder zu verlassen. Zuchtlinien in der damaligen DDR erhielten in stärkerem Ausmaß die alte Form und zeigen auch eine Tendenz zu längerem Fell und der alten, dunkleren Farbe. Aufgrund der weit weniger häufigen Tendenz zu Hüftgelenkdysplasie sind diese Tiere in der Gebrauchshundezucht recht begehrt. Der Versuch, diese Linien als Ostdeutscher Schäferhund zu erhalten, wird vom SV nicht unterstützt.
Quelle: Sonderband Wikipedia 2005/2006
