Eurasier
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1. Herkunft und Geschichtliches
Die Entstehung der Hunderasse Eurasier begann 1960, als der Gründer der Rasse, Julius Wipfel, gemeinsam mit Charlotte Baldamus und einer kleinen Gruppe von Enthusiasten sich das Ziel setzten einen ganz besonderen Familienhund zu züchten. Durch die gezielte Kreuzung von Wolfsspitz-Hündinnen und Chow-Chow-Rüden entstanden zunächst Wolf- Chows, die zwölf Jahre später durch die Einkreuzung des sibirischen Samojeden vervollständigt wurden. Die Rasse wurde 1973 als Eurasier durch den VDH/FCI anerkannt. Ein Eurasier hat oft eine blaue oder blau-gefleckte Zunge als Erbe des Chow- Chow.
2. Wesen
Der Eurasier ist ein selbstbewusster, ruhiger und ausgeglichener Familienhund, der die besten Eigenschaften der Ausgangsrassen in sich vereinigt. Er ist aufmerksam (Wolfsspitz), ohne bellfreudig zu sein. Gegenüber Fremden zeigt er eine vornehme Zurückhaltung (Chow-Chow), ohne jedoch ängstlich zu sein. Für seine Familie, zu der er ständigen, engen Kontakt braucht, ist er ein liebenswerter, freundlicher (Samojede) Begleiter. Zur vollen Ausbildung dieser Merkmale braucht der Eurasier, wie jeder Hund, eine sachkundige, liebevolle und konsequente Erziehung. Er eignet sich in keiner Weise als Ketten- oder Zwingerhund.
3. Erscheinungsbild
• Mittelgroßer (bis 60 cm bei 32 kg), spitzartiger Familienhund mit mittelschwerem Körperbau.
• Als Farbschläge kommen vor: wolfsgrau, wolfsfarben, falben, rot, schwarz oder schwarz mit Abzeichen. Es sind alle Farben und Farbkombinationen zugelassen, ausgenommen reinweiß, weiß gescheckt und leberfarbig.
• Das Fell des Eurasiers setzt sich aus dichter Unterwolle und langem Deckhaar zusammen. Kurzhaarige Eurasier kommen nur äußerst selten vor.
Die Welpen der drei Vereine im VDH kommen ausschließlich aus streng kontrollierter Liebhaberzucht. Die Praktiken der drei Vereine bezüglich Zuchtlenkung bzw. Zuchtfreigabe sind allerdings unterschiedlich. Eine Massenzucht verhindern aber alle drei Vereine, so dass Eurasier immer noch sehr selten in Tierheimen anzutreffen sind.
Einige besonders aktive Eurasiervereine, die sich der Gesundheit und dem Wesen des Eurasiers verpflichtet fühlen, haben sich in der internationalen Föderation für Eurasierzucht (IFEZ) in der FCI zusammengeschlossen. Eurasier, die nach den Bestimmungen dieser Föderation gezüchtet wurden, erhalten ein IFEZ-Zertifikat.
Der Begriff Eurasier ist jedoch nicht geschützt, weshalb gelegentlich von kommerziellen Züchtern angebotene Hunde wenig mit der tatsächlichen Rasse Eurasier gemein haben.
Quelle: Sonderband Wikipedia 2005/2006
