Landseer

Landseer

Landseer
 
FCI - Standard Nr. 226
Patronat Deutschland / Schweiz
Klassifikation FCI
  • Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
  • Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde.
Rassenamen laut FCI Landseer (europäisch-kontinentaler Typ)
Widerristhöhe Rüde 72-80cm, Hündin 67-72cm
Gewicht schwer, keine Angaben
 

 

 

1. Kurzbeschreibung

Die dreieckigen Ohren sind mittelgross, wenn sie gegen die Augen gelegt werden, reichen sie bis zum inneren Augenwinkel. Das Deckhaar ist durchsetzt mit Unterwolle, aber nicht so dicht wie beim schwarzen Neufundländer Auffällig ist die Farbe, die ihn am meisten vom Neufundländer unterscheidet: Weiß mit schwarzen Platten, die auf dem Rumpf und der Kruppenpartie verteilt sind. Der Kopf ist schwarz, als Zuchtfestigung gilt eine nicht zu breite symmetrische weiße Blesse und eine weiße Schnauzenpartie. Die Läufe, die Brust, der Hals, die Rute und der Bauch müssen weiß sein. Für einen Hund dieser Größe und Masse wird er mit 10 bis 12 Jahren ungewöhnlich alt.

2. Herkunft und Geschichtliches

Neufundländer und Landseer sind sehr alte Rassen, wobei man sich nicht einig war, ob es sich um eine Rasse mit Fellvarianten oder um zwei unterschiedliche Rassen mit der gleichen Herkunft (Neufundland) handelte. Der Landseer Type wurde in England als erstes bekannt, der schwarze, der heute Neufundländer genannt wird (in den Farben Schwarz, Braun, Grau, Schwarz-Weiß und neuerdings Grau-Weiß), trat erst sehr viel später verstärkt in Erscheinung (ab etwa 1850). Beide Hunde entstanden auf Neufundland, aus von Schiffen mitgebrachten großen Schiffshunden, die hier die Aufgabe hatten Lasten zu tragen, Netze mit an Land zu ziehen, praktisch als Pferdersatz. Im Winter wurden sich die Hunde auf Neufundland selbst überlassen, was zu einer umweltbedingten Selektion führte.

Wiederum über die Schiffahrt kamen diese Hunde schon früh nach England, in der Regel der weiß- schwarze, wo er schnell begeisterte. Der Maler Sir Edwin Henry Landseer malte im Auftrag diesen Hund immer wieder, was die Bekanntheit des Hundes noch steigerte, das ging so weit das der Maler seinen Namen der Rasse vermachte".

1860 wurde der Newfoundland Club in England gegründet, der beide Typen verwaltete. Schon früh begann der Streit um einen Standard, zwischen den Befürwortern des schwarzen und den Anhängern der weiß-schwarz gefleckten Hunde. Der schwarze Type siegte. Es wurde angestrebt beide Typen zu verschmelzen. Der weiß-schwarze Type geriet fast in Vergessenheit. In Kontinentaleuropa, in Deutschland und in der Schweiz, wurden beide Linien weiterhin rein verpaart. 1960 erkannte die FCI beide als eigenständige Rassen an.

Heute weichen beide Typen doch deutlich voneinander ab. Der Kopf des Landseers ist nicht so massig, die Schnauze etwas länger, nicht so stumpf. Insgesamt ist er etwas größer aber leichter als der Neufundländer.

3. Wesen und Verwendung

Der Landseer gilt als wacher, aktiver und überhaupt temperamentvoller als der Neufundländer. Er hat einen natürlichen Wach- und Schutztrieb, ist menschenbezogen und nicht für die Zwingerhaltung geeignet. Er neigt nicht zum Wildern, er ist trotz des Schutztriebes friedlich und sanft. Wie der Neufundländer liebt er das Wasser. Auf Grund seiner Größe und Kraft wird er auch als Wasserrettungshund an Seen und an den Küsten eingesetzt. Eine weitere Verwendung findet der Landseer in letzter Zeit verstärkt als Therapiehund, da er generell sehr lernfreudig ist und ihn eine hohe Reizschwelle auszeichnet. Er ist sehr kinderlieb und ein absoluter Familienhund. 


 
Quelle: Sonderband
Wikipedia 2005/2006 

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